Geriatrische Universitätsklinik
Spital Netz Bern AG, Spital Belp
Seftigenstrasse 89/91, 3123 Belp
Telefon 031 818 91 11
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Die stationäre Rehabilitation

Ziel der stationären Rehabilitation ist es, die Selbständigkeit der Patientin beziehungsweise des Patienten zu verbessern und, nach einem Spitalaufenthalt, die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen.

Die Dauer einer Rehabilitationsbehandlung ist sehr unterschiedlich (in der Regel zwischen 2 und 4 Wochen) und richtet sich nach dem jeweiligen medizinischen Bedarf. Zusätzlich ist eine Kostengutsprache der Krankenversicherung erforderlich.

Die Zielgruppe

Die stationäre Rehabilitation richtet sich an Patientinnen und Patienten ab dem Alter von 75 Jahren, und wird im Anschluss an eine Akutspital-Betreuung wegen Krankheit, Unfall oder einer Operation durchgeführt.

Der Ablauf in der Geriatrischen Universitätsklinik

Die Anmeldung

Patientinnen und Patienten werden von ihrem betreuenden Arzt, ihrer betreuenden Ärztin im Akutspital angemeldet beziehungsweise zugewiesen.

Das geriatrische Assessment

Die Patientin beziehungsweise der Patient erhält im Rahmen der Eintrittsuntersuchung eine umfassende medizinische Untersuchung, ergänzt durch eine multidimensionale geriatrische Abklärung (geriatrisches Assessment). Dabei handelt es sich um eine strukturierte, standardisierte und umfassende Untersuchung. Damit können bestehende Krankheiten und deren Auswirkungen auf den Alltag im Sinne einer integrativen Medizin festgestellt werden.

Der Behandlungsplan

Entsprechend der Abklärung erhalten Patientinnen und Patienten einen individuellen Behandlungs- und Therapieplan. Der Verlauf der Behandlung wird regelmässig überprüft und der Behandlungs- und Therapieplan bei Bedarf angepasst.
Mit den therapeutischen Schwerpunkten Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und therapeutische Pflege bietet die Geriatrische Rehabilitation das komplette Therapiespektrum an. Patientinnen und Patienten werden mit spezifischem Funktionstraining in Einzel- und Gruppentherapien behandelt und beraten.

Das Standortgespräch

Während der Rehabilitationsbehandlung findet ein Standortgespräch mit der Patientin/dem Patienten und ihren Angehörigen statt. Im Standortgespräch informiert der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin über die Ergebnisse der Abklärung und es wird die weitere Behandlung gemeinsam festgelegt. Anliegen von Patientinnen/Patienten und ihren Angehörigen können für die weitere Behandlung berücksichtigt werden.

Die Austrittsplanung

Die Austrittsplanung wird sorgfältig vorbereitet. Die Patientin/der Patient wird über die weiterführende Betreuung, Medikamente, Therapien und Unterstützung nach dem Spitalaustritt informiert. Wenn nötig werden Therapien und Hilfsmittel vor Spitalaustritt organisiert. Ebenfalls kann eine geriatrische Nachbetreuung wie die ambulante Rehabilitation oder eine Nachkontrolle in der Sprechstunde Gedächtnis oder der Sprechstunde Sturz vereinbart werden. Der Hausarzt/die Hausärztin erhält am Tag der Spitalentlassung einen Arztbericht, so dass die Behandlung nahtlos weitergeführt werden kann.